Umfassender Kriegsbericht vom 24. Mai 2026
Es ist kurz nach Mitternacht in Kiew, das Thermometer zeigt minus zwanzig Grad. In der Dreimillionenstadt und in weiten Teilen der umliegenden Oblaste sitzen mehr als eine Million Verbraucher im Dunkeln, über viertausend Hochhäuser bleiben ohne Heizung. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat noch am selben Abend in einer Videobotschaft den Energieversorger, die Regierung und die Stadtverwaltung angewiesen, stündlich an der Wiederherstellung der Stromversorgung zu arbeiten. Was in der Westukraine bereits als Energiedesaster wahrgenommen wird, erscheint in den Abendnachrichten des russischen Staatsfernsehens als strategischer Erfolg gegen die militärische Infrastruktur des Gegners. Und in Peking schreiben Kommentatoren von einer Eskalation, die zeige, wohin die unablässige Nato-Erweiterung führe. So prallen in dieser letzten Maiwoche des Jahres 2026 nicht nur Geschosse und Drohnen aufeinander, sondern grundverschiedene Lesarten derselben Welt, während die Kriege in der Ukraine und im Iran eine neue Phase der Verdichtung erreichen.
Die Front am Dnipro und im Donbass
An den Bodenfronten der Ukraine hat sich in den vergangenen Tagen jenes Muster fortgesetzt, das westliche Analysten schon seit Beginn des Jahres beobachten. Russische Verbände erzielen an Abschnitten wie Sumy, Borowa oder Pokrowsk geringfügige Geländegewinne. Meist handelt es sich um zerstörte Dorfkerne, deren strategischer Wert begrenzt bleibt und die in keinem Verhältnis zu den personellen Verlusten stehen.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
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Kriegsbericht vom 20. Mai 2026
Mittwoch, der 20. Mai 2026, zwanzig Uhr Osteuropäische Zeit. Die Welt hält in diesen Tagen den Atem an, und zwar nicht nur wegen eines Schlachtfeldes, sondern gleich zweier Schauplätze, die wie dunkle Sterne die Schlagzeilen beherrschen. Während im Osten Europas die russische Frühjahrsoffensive mit unverminderter Härte vorangetragen wird, haben die Vereinigten Staaten von Amerika im Persischen Golf eine Marinestrategie entfesselt, die an längst vergangene Zeiten der Kanonenbootdiplomatie erinnert und das Regime in Teheran in eine wirtschaftliche und militärische Zange nimmt. Wer die vergangenen fünf Tage verstehen will, muß den Blick weiten, von den Schützengräben bei Kupjansk über die Meerenge von Hormus bis in die Verhandlungssäle von Washington und Islamabad.
Dieser Bericht versucht genau das, und er tut es, indem er die großen Erzählungen aus Moskau, Peking und der arabischen Welt ebenso sorgfältig liest wie die Telegramme der eigenen Korrespondenten vor Ort.
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Kriegsbericht vom 16. Mai 2026
Dieser Bericht fasst die militärischen und politischen Entwicklungen der vergangenen vierundzwanzig Stunden in der Ukraine und im Nahen Osten zusammen und versucht, das Bild nachzuzeichnen, das vor allem chinesische, russische und arabische Medien von diesen Kriegen zeichnen. Er versteht sich als Momentaufnahme einer multipolaren Informationswelt, in der Nachrichten nicht nur Tatsachen melden, sondern immer auch Deutungen transportieren.
Während in westlichen Redaktionen meist der Schutz der Ukraine vor russischer Aggression und die Sicherheit Israels betont werden, stehen in Moskau Peking und in den Hauptstädten der arabischen Welt andere Akzente im Vordergrund. Dort erscheinen die gleichen Ereignisse als Teil eines umfassenden Ringens um die künftige Weltordnung, um Einflusszonen und wirtschaftliche Korridore. Entsprechend sind die Frontverläufe nicht allein auf den Karten der Generäle, sondern ebenso in den Spalten der Zeitungen und in den Kommentarspalten der Nachrichtensendungen zu verfolgen.
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Kriegsbericht vom 12. Mai 2026 (08.05. – 12.05.2026)
I. Ukraine-Krieg: Russland eskaliert nach Ende der Waffenruhe massiv
Die von US‑Präsident Donald Trump vermittelte dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai 2026 ist in der Nacht auf den 12. Mai ausgelaufen – und Russland hat die Feuerpause mit einer großflächigen Drohnen‑ und Artillerieoffensive beendet. Bereits am 8. Mai begann eine von Moskau einseitig ausgerufene zweitägige Feuerpause anlässlich des russischen „Tages des Sieges“ (9. Mai), die allerdings von beiden Seiten nie vollständig eingehalten wurde. Laut der Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland kein Interesse, den Krieg zu beenden, die Ukraine stelle sich daher auf neue Angriffe ein.
Nach Ablauf der Waffenruhe vermeldete die ukrainische Luftwaffe eine massive russische Drohnen‑Attacke, allein in den ersten Stunden wurden mehr als 200 Drohnen auf Kiew, Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson abgefeuert. Trümmer trafen ein 16‑stöckiges Wohnhaus im Kiewer Stadtteil Obolon.
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Kriegsbericht vom 08. Mai 2026
Zusammenfassung der zentralen militärischen und politische Entwicklungen der letzten 96 Stunden mit besonderem Fokus auf die jüngste Eskalation in der Straße von Hormus, die fragile Lage vor der Siegesparade in Moskau, die zunehmende wirtschaftliche Belastung Europas sowie die strategischen Manöver Pakistans und Chinas.
Ukraine-Krieg: Waffenruhe scheitert, Drohnenangriffe vor der Siegesparade
Die einseitigen Waffenstillstandserklärungen Kiews und Moskaus haben sich als Farce erwiesen. Statt einer Deeskalation liefern sich die Konfliktparteien heftige Drohnenangriffe, und das ausgerechnet vor dem sowjetischen Siegesfeiertag am 9. Mai.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
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