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Impressionistische Illustration im Stil Monets, die transparente Datenschleier über einer ruhigen Wasserfläche vor einem stilisierten EU-Parlamentsgebäude zeigt, als Sinnbild für die Debatte um Chatkontrolle und digitale Überwachung.

Die Kontrolleure kehren zurück

Brüssel erlaubt wieder das Scannen privater Nachrichten

Am Abend des 9. Juli fiel in Straßburg eine Entscheidung, die auf den ersten Blick wie ein Sieg der Kritiker aussah und sich am Ende doch als deren Niederlage erwies. Eine Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmte gegen die Wiedereinsetzung jener Regelung, die es Internetkonzernen erlaubt, private Nachrichten ihrer Nutzer automatisiert nach Missbrauchsdarstellungen von Kindern zu durchsuchen. Und doch gilt die Regelung nun bis zum Jahr 2028 weiter. Der Grund liegt in einer Verfahrensvorschrift, die im politischen Alltag selten eine solche Wirkung entfaltet wie in diesem Fall. [1]

Ein Auslaufen und seine Folgen

Seit 2021 dürfen große Kommunikationsdienste auf freiwilliger Basis Bilder und Videos in privaten Chats mit Datenbanken bekannten Missbrauchsmaterials abgleichen. Diese Ausnahme von der europäischen Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation war von Anfang an befristet und sollte eine Brücke bilden, bis ein dauerhaftes Gesetz gegen sexuelle Gewalt an Kindern im Internet beschlossen ist. Im März lehnte das Parlament eine weitere Verlängerung ab, sodass die Regelung Anfang April ausgelaufen war. Sicherheitsbehörden reagierten alarmiert. Das Bundeskriminalamt verwies darauf, dass allein 2024 mehr als eine Million Meldungen auf diesem Weg zustande gekommen seien. [2]

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Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
Kategorie: Information- und Kommunikationstechnologie
Veröffentlicht: 10. Juli 2026
Zugriffe: 287

Weiterlesen: Die Kontrolleure kehren zurück

Impressionistische Illustration im Stil Monets: Ein hell erleuchtetes Rechenzentrum in einer Abendlandschaft, aus dem sanfte Lichtstrahlen in den Himmel steigen, symbolisiert die Macht und Ungreifbarkeit moderner Künstlicher Intelligenz.

Das Verbot, das die Welt aufhorchen ließ

Claude 5 Exportkontrollen in den USA und der Weg zur Super-KI

Es war ein Donnerstagnachmittag im Juni 2026, als in den Büros des amerikanischen Unternehmens Anthropic eine Direktive eintraf, die die KI-Branche in ihren Grundfesten erschütterte. Das US-Handelsministerium ordnete an, zwei der leistungsfähigsten je entwickelten künstlichen Intelligenzen mit sofortiger Wirkung vom Netz zu nehmen. Claude Fable 5 und Claude Mythos 5, erst wenige Tage zuvor als Meilensteine der Technologiegeschichte gefeiert, wurden für alle Nutzer der Welt gesperrt. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine Regierung ein kommerzielles KI-Modell per Exportkontroll-Bescheid faktisch weltweit abgeschaltet hat. Was wie ein bürokratischer Akt klingt, ist in Wirklichkeit das Symptom eines tiefgreifenden Konflikts, der die Zukunft der Menschheit berührt. [1] [10] [12]

Ein Unternehmen mit einem ungewöhnlichen Auftrag

Um zu verstehen, was am 12. Juni 2026 geschah, muss man einige Jahre zurückgehen. Anthropic wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens OpenAI gegründet, darunter Dario und Daniela Amodei. Die Gründungsidee war so einfach wie kühn: Man wollte künstliche Intelligenz bauen, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch sicher ist. Das Konzept der sogenannten Constitutional AI, einer Ausrichtung der Modelle entlang klar formulierter ethischer Grundsätze, bildete das Herzstück dieser Philosophie. [3]

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Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
Kategorie: Information- und Kommunikationstechnologie
Veröffentlicht: 16. Juni 2026
Zugriffe: 259

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Die Maschine erschafft sich selbst

Der Artikel erschien am 20.03.2026

Deus ex machina

Künstliche Intelligenz auf dem Weg zur unkontrollierten Macht

Es gibt Momente in der Geschichte der Technik, in denen ein neues Werkzeug nicht nur die Welt verändert, sondern beginnt, sich selbst weiterzuentwickeln. Wir befinden uns in einem solchen Moment. Künstliche Intelligenz entwickelt heute künstliche Intelligenz. Sie schreibt ihren eigenen Code, erzeugt ihre eigenen Trainingsdaten und bewertet ihre eigenen Ergebnisse. Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist heute industrielle Realität, und die Geschwindigkeit dieser Entwicklung gibt Anlass zu ernsthafter Beunruhigung.

China gibt das Tempo vor

Das eindrücklichste Beispiel dieser neuen Ära kommt nicht aus dem Silicon Valley, sondern aus der Volksrepublik China. Im Januar 2025 erschütterte ein chinesisches Start-up namens DeepSeek die internationale Technologiewelt.

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Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
Kategorie: Information- und Kommunikationstechnologie
Veröffentlicht: 05. Mai 2026
Zugriffe: 541

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Künstliche Intelligenz verstehen

Künstliche Intelligenz verstehen: Von der Entwicklung über die Funktionsweise bis zur Optimierung

Haben Sie sich heute schon gefragt, warum Ihr Smartphone Gesichter in Fotos fehlerfrei erkennt oder wie ChatGPT eigentlich weiß, welches Wort als nächstes kommt?

Es fühlt sich oft an wie Magie, wenn ein Computer plötzlich menschenähnliche Antworten gibt oder komplexe Bilder analysiert. Doch hinter dem Vorhang arbeitet kein digitaler Geist, sondern eine faszinierende, hochkomplexe Mischung aus Mathematik, gewaltigen Datenmengen und systematischem Training.

Künstliche Intelligenz ist heute überall – von Chatbots, die unsere Fragen beantworten, über Systeme, die medizinische Bilder analysieren, bis hin zu Programmen, die Muster in globalen Finanzströmen erkennen. Doch wie funktioniert diese Technologie wirklich? Während Milliarden Menschen KI-Systeme im Alltag nutzen, bleibt das Innenleben dieser Algorithmen für viele ein absolutes Mysterium.

Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine tiefgehende Reise in den Maschinenraum der KI. Wir erklären anschaulich und detailliert, wie KI-Modelle entstehen, wie sie in der Praxis funktionieren und wie moderne Techniken wie "Quantisierung" diese gigantischen Systeme effizienter machen. Durch konkrete Beispiele und intuitive Erklärungen werden wir zeigen, dass KI auf grundlegenden mathematischen Prinzipien basiert, die jeder verstehen kann. Ziel ist es, interessierte Laien in die Tiefe der Künstlichen Intelligenz zu führen und die oft undurchschaubaren Prozesse hinter den Kulissen transparent zu machen.

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Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
Kategorie: Information- und Kommunikationstechnologie
Veröffentlicht: 02. März 2026
Zugriffe: 322

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Die Heimkehr der Denkmaschinen

Der Artikel erschien am 02.03.2026

Die Heimkehr der Denkmaschinen oder wir bauen uns eine Sekretärin

Es war ein Versprechen, das die Fantasie der Welt beflügelte und die Kassen der Konzerne füllte. Künstliche Intelligenz (KI), so die frohe Botschaft der letzten Jahre, sei eine Dienstleistung aus der Wolke. Doch während Nvidia-Chef Jensen Huang noch die nächste Milliarde zählt, rüsten die Anwender im Geheimen ab. Auf den Schreibtischen der Republik vollzieht sich eine stille Revolution: Die Intelligenz verlässt das Rechenzentrum und zieht ins heimische Gehäuse. Es ist das Ende einer kurzen, teuren Monopolherrschaft.

Es gibt Momente in der Industriegeschichte, in denen die schiere Größe eines Systems zu seinem Verhängnis wird. Man denke an die Dinosaurier der Stahlindustrie oder die majestätischen, aber letztlich manövrierunfähigen Ozeandampfer der Vorkriegszeit. Heute, im März 2026, erleben wir ein ähnliches Phänomen in der digitalen Welt. Die „Cloud“, jenes nebelhafte Gebilde, das uns als unendlicher Speicher und unerschöpfliche Denkfabrik verkauft wurde, bekommt Risse. Die Götter des Silicon Valley – die Herren über ChatGPT, Claude und Gemini – müssen zusehen, wie ihre Jünger die heiligen Hallen der Serverfarmen verlassen und ihr Heil in der Hardware suchen, die sie selbst auf dem Schreibtisch stehen haben.

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Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
Kategorie: Information- und Kommunikationstechnologie
Veröffentlicht: 02. März 2026
Zugriffe: 383

Weiterlesen: Die Heimkehr der Denkmaschinen

  1. Die Autobahnen der Intelligenz
  2. OpenClaw Der Agent, der aus der Garage kam
  3. Die stille Entwertung
  4. Der überflüssige Mensch

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