Der Artikel erschien am 22.08.2026
Die unsichtbare Mauer der Schulden
Die stille Reise der EU in Richtung Unfreiheit aus libertärer Sicht
Wenn man heute in Brüssel oder Berlin den offiziellen Stimmen lauscht, klingt alles erstaunlich nüchtern. Die Schulden sind tragfähig, heißt es, die Zinslast sei beherrschbar, die Demokratie robust, die Rechtsstaatlichkeit unerschütterlich. Die Europäische Union präsentiert sich als Gemeinschaft der Werte, als Bollwerk gegen Autoritarismus und Willkür. Wer dieser Erzählung folgt, könnte meinen, der Weg in eine Diktatur sei ein fernes, theoretisches Szenario, eher Stoff für dystopische Romane als für nüchterne Politik. Doch blickt man mit der skeptischen Brille eines Libertären auf dieselbe Landschaft, zeigt sich ein anderes Bild. Kein plötzlicher Staatsstreich, keine Panzer auf den Straßen, eher ein langsamer, stetiger Umbau der Ordnung. Eine Verdichtung von Schulden, Zwang und Kontrolle, die sich wie eine sanfte Mauer um die produktiven Bürger schließt.
Der Zweck dieses Essays ist es, die Entwicklung der Europäischen Union und insbesondere Deutschlands aus einer Perspektive zu betrachten, die in den großen Medien kaum vertreten ist. Es ist die Perspektive jener, die Freiheit nicht als dekoratives Verfassungswort verstehen, sondern als praktisches Prinzip, das Eigentum, Bewegung und Selbstbestimmung umfasst. Wer frei arbeiten, sparen, investieren, ausreisen und sein Leben nach eigenen Maßstäben gestalten will, wird die Frage stellen müssen, ob die aktuelle Politik der EU ihn langfristig noch frei lässt. Oder ob sich ein Muster abzeichnet, das an dunkle Kapitel der europäischen Geschichte erinnert, in denen der Staat erst die Taschen leerte, dann die Grenzen schloss und schließlich die Körper und Biographien seiner Bürger in Besitz nahm.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
- Kategorie: Wirtschaft
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Der Artikel erschien am 31.07.2026
Die Steuer, über die die SPD nicht sprechen will
Während die Sozialdemokraten nach einer Reichensteuer rufen, bleibt die Mikrosteuer unbeachtet
Wenn der Sozialdemokratie die Wähler davonlaufen, entdeckt sie gewöhnlich die soziale Gerechtigkeit. Dann erscheinen Plakate mit entschlossenen Parolen. Große Vermögen sollen einen größeren Beitrag leisten. Milliardenerben sollen zur Verantwortung gezogen werden. Schlupflöcher sollen geschlossen und Privilegien beseitigt werden. Die Botschaft ist schlicht und einprägsam. Die Reichen besitzen zu viel und zahlen zu wenig.
Im Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2025 forderte die SPD eine Mindestbesteuerung großer Betriebsvermögen, die Wiederbelebung der ausgesetzten Vermögensteuer und eine stärkere Belastung sehr großer Erbschaften. Außerdem kündigte sie eine Finanztransaktionssteuer an.[1] Im Januar 2026 folgte das Papier „Große Erbschaft. Große Verantwortung“. Darin versprach die Partei einen persönlichen Freibetrag von einer Million Euro, einen besonderen Freibetrag für kleinere Unternehmen und eine progressive Besteuerung sehr großer Unternehmensvermögen.[2]
Das klingt kraftvoll. Doch es bleibt eine Politik innerhalb der vertrauten Grenzen des deutschen Steuerstaates. Wieder soll Vermögen bewertet werden. Wieder müssen Unternehmen, Grundstücke, Beteiligungen und Stiftungen steuerlich eingeordnet werden. Wieder beginnt der Streit darüber, welche Ausnahme gerechtfertigt und welches Privileg missbräuchlich ist.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
- Kategorie: Wirtschaft
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Audis Autohalden und Bankenmacht
Wie die sterbende Autoindustrie in Deutschland der Finanzelite dient
Wer in den vergangenen Jahren an den Rändern großer Autowerke vorbeifuhr sah zuweilen ein eigentümliches Bild. Endlose Reihen fabrikneuer Wagen standen dicht gedrängt auf abgegrenzten Feldern und Parkflächen oft unweit der Werkstore. In Ingolstadt etwa waren ganze Areale mit glänzenden Neuwagen von Audi belegt und wieder geleert und später erneut bestückt. Aus der Nähe betrachtet wirken diese Flächen wie überdimensionierte Ausstellungsräume ohne Publikum in Wahrheit sind sie das sichtbare Symptom eines Geschäftsmodells das die industrielle Logik mit der Finanzlogik der Konzerne verschränkt. Die Hersteller produzieren mehr Fahrzeuge als sich absetzen lassen. Konzerneigene Banken finanzieren diese Produktion und Lagerung im großen Stil. Die Kosten werden über komplexe Zins und Kreditstrukturen auf Händler Flottenkunden und letztlich auf die gesamte Volkswirtschaft verteilt. Am Ende trägt vor allem der Mittelstand die Rechnung während eine kleine Finanzelite an den Kapitalströmen verdient.[1][5][11][16]
Die neue Industrie Wirklichkeit Produktion für den Parkplatz
Die Automobilindustrie ist seit jeher eine Branche mit hohen Fixkosten. Ein Werk das für mehrere hunderttausend Fahrzeuge im Jahr ausgelegt wird verursacht laufend Kosten für Gebäude Maschinen Forschung und Personal unabhängig davon ob tatsächlich diese Stückzahlen verkauft werden. Aus Sicht klassischer Betriebswirtschaft lohnt sich ein Stillstand nur selten.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
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Der Artikel erschien am 26.06.2026
Der große Raubzug
Eine Nachlese von Ulrich Brunhuber
Wie die Finanz-Oligarchie erst den Staat plünderte und dann ein Virus als perfekten Rettungsschirm entdeckte
Es war der dreisteste Griff in die Staatskassen seit Menschengedenken. Was den staunenden Bürgern als alternativlose Maßnahme zur Rettung der Weltwirtschaft verkauft wurde, entpuppte sich als die opulenteste Umverteilungsmaschinerie aller Zeiten. Während die Regierungen in Europa und den USA mit zittrigen Händen Steuermilliarden in die schwarzen Löcher maroder Zockerbuden pumpten, flossen diese Summen keineswegs in den realen Wirtschaftskreislauf. Sie landeten zielsicher dort, wo sie immer landen: in den seidenen Taschen der globalen Nadelstreifen-Kaste und ihrer elitären Hintermänner.
Die vorgebliche Rettung der Banken war nichts anderes als die Alimentierung einer Kaste, die Verluste skrupellos sozialisiert und Gewinne hermetisch privatisiert. Ein Sumpf aus Bilanzkosmetik, verschleierten Totalausfällen und veruntreuten Rettungsmilliarden, den selbst Gutgläubige heute kaum noch als Betriebsunfall abtun können. Dieser Artikel zeichnet nach, wie aus einer herbeigeführten Krise ein mafiöses Geschäftsmodell erwuchs – und warum die jüngste Pandemie für dieses System nicht etwa eine Katastrophe, sondern eine maßgeschneiderte Erlösung war.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
- Kategorie: Wirtschaft
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Der Artikel erschien am 23.06.2024
Der Bumerang - Europas teurer Bruch mit Moskau
Als in Brüssel die ersten Sanktionspakete gegen Russland verabschiedet wurden, überwog in vielen Hauptstädten Pathos statt Nüchternheit. Die Maßnahmen, so das stolze Diktum der Eurokraten, sollten Moskau wirtschaftlich in die Knie zwingen und zugleich die eigene Verwundbarkeit nur begrenzt erhöhen. Zwei Jahre später präsentiert sich den Strategen in den europäischen Regierungsvierteln ein zutiefst ernüchterndes Bild. Die russische Wirtschaft hat sich mit Hilfe Asiens neu orientiert und verzeichnet trotz immenser Kriegskosten wieder Wachstum.
Europa dagegen ringt mit hohen Energiepreisen, einer geschwächten Industrie und Kaufkraftverlusten in breiten Bevölkerungsschichten. Währenddessen reibt man sich jenseits des Atlantiks die Hände: Vor allem die US-Wirtschaft profitiert als großer Energieexporteur, Rüstungslieferant und attraktiver Standort für ausgelagerte Produktion. Die Sanktionen, einst als scharfes Machtinstrument Europas gedacht, erweisen sich mehr und mehr als Bumerang, dessen wirtschaftliche Wucht den eigenen Kontinent trifft.
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- Geschrieben von: Ulrich Brunhuber
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