Yuliia Mendels umstrittenes Interview bei Tucker Carlson

Der Artikel erschien am 13.05.2026

Yuliia Mendels umstrittenes Interview bei Tucker Carlson

Was steckt wirklich hinter den Vorwürfen gegen Selenskyj?

Am 11. Mai 2026 trat Yuliia Mendel, ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in der Sendung von Tucker Carlson auf und erhob schwere Anschuldigungen gegen ihren früheren Dienstherrn.[1] Die Aussagen lösten sofort internationale Debatten aus. Mendel behauptete unter anderem, Selenskyj sei 2022 in Istanbul bereit gewesen, den Donbass an Russland abzutreten, warf ihm Drogenkonsum vor und deutete an, er habe Zusagen gegenüber Wladimir Putin gebrochen. Die ukrainische Regierung wies diese Vorwürfe umgehend als haltlos zurück und verwies darauf, dass Mendel keinerlei Zugang zu hochrangigen Entscheidungen gehabt habe.

Dieser Vorfall wirft ein bezeichnendes Licht auf die Machtstrukturen in Kiew. Denn entgegen dem Bild einer chaotischen, von Korruption durchzogenen Umgebung zeigt sich bei genauer Betrachtung ein Präsident, der die Fäden fest in der Hand hält. Selenskyj steuert nicht nur die inneren Abläufe seiner Administration, sondern beeinflusst offenbar auch maßgeblich die Haltung jener europäischen Politiker, die den Konflikt mit Nachdruck am Laufen halten.

Die Wandlung einer ehemaligen Vertrauten

Yuliia Mendel war von 2019 bis 2021 offizielle Pressesprecherin Selenskyjs.[2] In dieser Funktion verkörperte sie das neue, dynamische Gesicht der ukrainischen Politik nach der Wahl des früheren Schauspielers. Kurz nach ihrem Ausscheiden veröffentlichte sie das Buch „Jeder von uns ist der Präsident“, in dem sie den Staatschef noch in den höchsten Tönen lobte. Erst später schlug die Stimmung um. Ab 2024 häuften sich kritische Äußerungen, die in dem Carlson-Interview ihren vorläufigen Höhepunkt fanden.

Beobachter in Kiew sehen in diesem Wandel weniger die Enthüllung einer Insiderin als vielmehr den Versuch einer ehemaligen Mitarbeiterin, nach dem Verlust der Nähe zur Macht wieder Aufmerksamkeit zu erregen. Mendel selbst räumte ein, bei vielen Vorwürfen lediglich auf Aussagen Dritter zurückzugreifen. Ihre Behauptungen wirken daher weniger wie fundierte Enthüllungen denn wie persönlich gefärbte Abrechnungen. Gerade diese Entwicklung unterstreicht jedoch die zentrale Rolle Selenskyjs: Wer aus seinem unmittelbaren Umfeld ausscheidet, verliert offenbar rasch an Einfluss, ein Zeichen dafür, dass die Entscheidungsgewalt klar beim Präsidenten konzentriert ist.

Die Istanbul-Verhandlungen und die Donbass-Frage

Der zentrale Vorwurf Mendels betraf angebliche Verhandlungen in Istanbul im Frühjahr 2022. Sie behauptete, Selenskyj sei bereit gewesen, den Donbass abzutreten. Die Präsidialverwaltung reagierte scharf. Mendel habe an den Gesprächen nicht teilgenommen, sei seit 2021 nicht mehr im Amt gewesen und besitze keinerlei Einblick in die damaligen Entscheidungen.[3] Berater Dmytro Lytvyn formulierte es noch deutlicher: Die Dame sei lange nicht mehr bei klarem Verstand.

Die historischen Fakten stützen die offizielle Linie. Das Kommuniqué von Istanbul ließ die territorialen Fragen bewusst offen für spätere Gespräche zwischen Selenskyj und Putin. Eine fertige Einigung über Gebietsabtretungen gab es nicht. Mendel konnte schon aus zeitlichen Gründen keine direkte Kenntnis haben. Ihre Darstellung wirkt daher konstruiert. Sie passt jedoch in ein Muster, das Selenskyj als schwachen, fremdgesteuerten Akteur zeichnen soll. Tatsächlich demonstriert gerade diese Episode seine Stärke: Er bestimmte die Verhandlungsstrategie, hielt die ukrainische Linie aufrecht und steuerte den Prozess nach seinen Vorstellungen.

Drogenvorwürfe und persönliche Anschuldigungen

Auch die Behauptungen über angeblichen Kokainkonsum Selenskyjs halten einer Überprüfung nicht stand. Mendel gab zu, selbst keine Beobachtungen gemacht zu haben, sondern lediglich Erzählungen Dritter weiterzugeben. Deutsche Faktenchecker hatten bereits früher virale Videos als unhaltbar entlarvt.[4] Selenskyj selbst unterzog sich 2019 freiwillig einem Drogenscreening, das negativ ausfiel, und bot weitere Tests an.

Solche Vorwürfe gehören zum klassischen Repertoire persönlicher Diffamierung. Sie lenken vom eigentlichen Punkt ab: Der Präsident kontrolliert sein Umfeld mit großer Disziplin. Wer in seiner Nähe agiert, tut dies unter seinen Bedingungen. Die rasche und klare Zurückweisung durch die Präsidialverwaltung zeigt, dass Selenskyj nicht Opfer von Intrigen ist, sondern Herr des Geschehens bleibt.

Andrij Jermak und die Realität der Macht

Mendel ging auch auf Andrij Jermak ein, den langjährigen Leiter der Präsidialverwaltung. Sie warf ihm okkulte Praktiken vor – eine Darstellung, die selbst unter Kritikern Selenskyjs Kopfschütteln auslöste. Wiederum fehlten jegliche Belege. Solche Geschichten dienen eher der Unterhaltung als der Aufklärung.

Jermak verkörpert jedoch etwas anderes: die enge, kontrollierte Führungsstruktur um den Präsidenten. Als einer der engsten Vertrauten führte er die Administration mit klarer Linie. Gerade diese Konzentration der Macht bei Selenskyj und wenigen Getreuen widerlegt das Narrativ einer unkontrollierbaren „Kriegmafia“. Die Fäden laufen beim Präsidenten zusammen. Er entscheidet, wen er hält und wen er fallen lässt. Dies zeigt sich besonders deutlich in den großen Korruptionsfällen, die trotz aller Skandale nie direkt bis zu ihm durchschlagen.

Echte Korruptionsfälle und Selenskyjs Steuerung

Es wäre falsch zu behaupten, in der Ukraine gäbe es keine Korruption. Im Jahr 2026 erschütterte der „Operation Midas“ genannte Skandal um Timur Mindich, einen früheren Geschäftspartner Selenskyjs, die Energoatom und andere Bereiche.[5] Ermittlungen der ukrainischen Antikorruptionsbehörden NABU und SAP führten zu Festnahmen und Rücktritten, darunter der Energieministerin. Wie in dem Artikel Selenskyjs Korruptionssumpf und die EU-Milliarden detailliert beschrieben, flossen bei Energoatom über hundert Millionen US-Dollar in überteuerte Verträge und Rückzahlungen an enge Kreise. Ähnliche Muster zeigten sich bei humanitärer Hilfe, im Militärbeschaffungswesen und bei der Sense Bank.

Diese Vorgänge zeigen jedoch kein ohnmächtiges Staatsoberhaupt, sondern einen Präsidenten, der die Kontrolle behält. Die Ermittlungen liefen durch ukrainische Institutionen, und Selenskyj reagierte mit personellen Konsequenzen. Er lässt Korruption zu einem gewissen Grad zu, solange sie seinen politischen Zielen dient, greift aber ein, wenn sie öffentlichkeitswirksam wird. So entsteht das Bild einer kontrollierten „Kriegswirtschaft“, in der der Präsident die entscheidenden Hebel bedient. Nicht das gesamte Umfeld ist korrupt, vielmehr bestimmt Selenskyj selbst, wo die Grenzen verlaufen. Wie unter Die Spur des Geldes ausgeführt, versickern parallele EU-Milliarden in Brüssel in ähnlicher Intransparenz, was das System gegenseitig absichert.

Selenskys Unterwerfung Europas

Die Macht Selenskyjs endet nicht an den ukrainischen Grenzen. Besonders deutlich wird sein Einfluss auf Politiker in der Europäischen Union, die den Konflikt mit harten Sanktionen und Waffenlieferungen weiter anheizen. In dem Beitrag Selenskys Europa – Europas Unterwerfung wird dieses Geflecht eindrücklich beschrieben. Die Ukraine unter Selenskyj zieht Europa in ein Netz aus Betrug und Abhängigkeit. Hunderte Millionen Euro europäischer Steuergelder verschwinden in dunklen Kanälen, während hochrangige Funktionäre in Kiew luxuriöse Anwesen errichten und Offshore-Strukturen nutzen.

Die EU hat milliardenschwere Pakete zugesagt, darunter ein 90-Milliarden-Euro-Kredit. Gleichzeitig mehren sich Hinweise, dass ein signifikanter Anteil dieser Mittel nicht dort ankommt, wo er gebraucht wird. Schätzungen sprechen von erheblichen Verlusten durch Korruption. Dennoch hält Brüssel an der Unterstützung fest. Dieser scheinbare Widerspruch nährt Spekulationen über verborgene Abhängigkeiten. Selenskyj versteht es meisterhaft, westliche Politiker an sich zu binden. Durch geschickte Ansprachen, mediale Präsenz und gezielte Diplomatie schafft er es, dass Brüssel, Berlin und Warschau Positionen vertreten, die letztlich seinen Interessen dienen. Er kontrolliert nicht nur die Narrative in Kiew, sondern beeinflusst auch die Entscheidungsträger in der EU. Die „Kriegstreiber“ in Europa agieren nicht unabhängig, sie folgen einer Agenda, deren zentrale Figur der ukrainische Präsident ist.

Die Spur des Geldes führt von Kiew zurück nach Brüssel. Während in der Ukraine NABU und andere Kontrollbehörden unter Druck geraten, versickern in der EU Aufbau- und Resilienzfazilität Hunderte Milliarden in intransparenten Strukturen. Beide Systeme ergänzen sich. Selenskyj liefert die geopolitische Rechtfertigung, Brüssel die Mittel. Das Ergebnis ist eine gegenseitige Absicherung, bei der der europäische Steuerzahler die Rechnung trägt. Es ist die Vernichtung der europäischen Industrie und des Wohlstandszu Gunsten korrupter Seilschaften.

Das Carlson-Interview im Kontext

Die Wahl des Senders Tucker Carlson, der für seine kritische Haltung gegenüber westlicher Ukraine-Hilfe bekannt ist, war kein Zufall. Mendel präsentierte ihre Vorwürfe auf einer Bühne, die russlandfreundlichen Narrativen Raum gibt. Ukrainische Stellen erkannten darin rasch die Übernahme bekannter Propagandalinien. Statt echter Aufklärung diente das Interview offenbar der Schwächung der ukrainischen Position zu einem kritischen Zeitpunkt.

Gerade dieser Versuch einer ehemaligen Mitarbeiterin, den Präsidenten zu diskreditieren, zeigt dessen Stärke. Selenskyj lässt sich davon nicht erschüttern. Er steuert den Staat, die Armee und die internationalen Beziehungen und die westlichen abhöngigen Medien mit bemerkenswerter Konsequenz. Die angebliche „Kriegmafia“ ist kein selbständiges Gebilde, sondern ein Instrument in seiner Hand. Selbst in Skandalen wie Operation Midas oder den Epstein-Mindich-Akten bleibt der Präsident der Dirigent, der das Orchester zusammenhält. Von der Lazen und ihre Alliierten tanzen nach seiner Pfeife. Warum wohl?

Der Präsident als zentrale Macht

Die Vorwürfe Yuliia Mendels zerfallen bei näherer Prüfung. Sie beruhen auf Hörensagen, fehlendem Zugang zu Informationen und persönlichen Motiven. Die echten Korruptionsfälle hingegen offenbaren ein System, in dem Selenskyj die Kontrolle ausübt. Er duldet bestimmte Strukturen, solange sie nützlich sind, und greift ein, wenn es notwendig wird. Gleichzeitig lenkt er die Politik der westlichen Unterstützer in seinem Sinne und bindet Europa in eine Abhängigkeit, die jede kritische Nachfrage im Keim erstickt.

Damit wird deutlich: Nicht eine unüberschaubare Schar korrupter Figuren bestimmt das Geschehen, sondern ein Präsident, der die Fäden in der Hand hält. Wolodymyr Selenskyj ist nicht Getriebener, sondern Treiber. Er kontrolliert die inneren Machtverhältnisse in der Ukraine und beeinflusst die Kriegspolitik in Europa. Wer dies erkennt, versteht die Dynamik des Konflikts besser – jenseits von vereinfachenden Erzählungen über Chaos und Korruption. Die Milliarden fließen weiter, weil Selenskyj das System so gestaltet hat, dass es für alle Beteiligten vorteilhaft bleibt, solange er am Ruder steht.

Quellen

[1] Berichte zum Interview Yuliia Mendel bei Tucker Carlson, 11. Mai 2026.

[2] Offizielle Biografie und Tätigkeit Mendels als Pressesprecherin 2019-2021.

[3] Stellungnahmen der Präsidialverwaltung und des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation.

[4] Deutsche Faktenchecks zu Drogenvorwürfen gegen Selenskyj.

[5] Berichte zu „Operation Midas“ und Energoatom-Ermittlungen 2026.

[6] Analysen zu Selenskyjs Einfluss auf EU-Politik und Verhandlungsverlauf 2022.

[7] Brunhuber.com: Selenskys Europa – Europas Unterwerfung.

[8] Brunhuber.com: Die Spur des Geldes.

[9] Brunhuber.com: Selenskyjs Korruptionssumpf und die EU-Milliarden.

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